Archiv für März 2010

Zurueck nach Thailand

weiter geht es mit der Geschichte aus Langzeit Aufenthalt in der thail. Provinz wo es der Familie noch gut geht, sie baut ein kleines Geschäft auf mit Karaoke, was in Thailand sehr beliebt ist, aber was auch zu Verlusten führen kann .

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Nur mal ein kurzer Zwischenbericht zur momentanen Lage.
Montag 10.09.2550 Ankunft

Nach einem grausamen Flug in einem Hühnerkäfig ähnlichen Fluggerät der LTU mit merkwürdig sehr langer Dauer von fast 11 Std. (ich bin Direktflug Zeiten von 9:40h gewohnt) hat die Kiste endlich wohlbehalten auf dem Suvarnabhumi aufgesetzt. Als wir dann endlich angedockt hatten und km weiten Fussmarsch bzw. Rollband zur Immigration, na jedenfalls war ich fertig mit den Nerven. Ich war ja auch noch fast 14 Std. vor Abflug schon aufgestanden und eine riesen Tour aus Sachsen nach Düsseldorf per Bahn absolviert, allerdings sind die ICE-Express Züge der DB die reinste Bussines Class im Vergleich zu dem Flieger der LTU.

Nach einer weiteren “Besichtungstour” durch den Bangkok Airport und Ebenen Wechsel, habe ich mir ein ankommendes Taxi gegriffen um nach Chachoengsao zu fahren, ich war zu müde um lange mit den Fahrern über den Fahrpreis zu diskutieren und habe zähneknirschend 800 baht dafür bezahlt.

In Chachoengsao wartete meine Frau, der Sohn und die jüngste Tochter auf mich, also endlich wieder vereint..

Die Busfahrt direkt bis Ban Kaeng über Kabin Buri war die reinste Erholung, das der Bus fast leer war. Auch in Ban Kaeng standen sofort Mopeds bereit die uns ins Dorf brachten.

Na jedenfalls war der Abend dann ein feuchtfröhliches Ereignis im Kreis der gesamten Familie, auch die älteste Tochter hatte sich dann einfunden nebst Tom-Boy Gattin.
In der Nacht tauchte dann noch ein weiterer Tom-Boy hier auf, ausserdem haben wir noch eine Tocher von einer älteren Schwester meiner Frau im Hause, also ich bin hier “Hahn im Korb”, werde von allen Seiten verwöhnt und kann mich so langsam an Thailand, die Hitze usw. gewöhnen.

3 Jahre in Thailand verbracht

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Ich habe nun schon fast 3 Jahre abgehandelt, welche ich in Thailand verbracht habe.
Oft habe ich auch durchblicken lassen das ich mich trotz alle Widrigkeiten in dem kleinen Dorf bei Sa Kaeo heimisch fühle, ja mehr noch – ich möchte so bald als möglich wieder dahin zurück.
Nicht nur weil meine Frau und Kinder da sind, nein das hat noch mehr Gründe.

Im Jahr 1999 bin ich zum ersten mal in dieser Gegend gewesen, habe die Eltern und die Kinder meiner späteren Frau kennen gelernt und auch ein bisschen was vom wahren Thailand. Kein Hotel wie in Pattaya, geschlafen in einem Stein aus Hohlsteinen ohne Putz, gekühltes Regenwasser getrunken und auch zum ersten Mal diesen stinkenden Lhao Khao.
Im Mai 2000 habe ich in Khao Singh Doo buddhistisch geheiratet ( im Januar 2001 dann in Bangkok vor dem Standesamt ). Für meine Familie habe ich da „Wohnraum“ gemietet, das Prädikat Schuppen ist echt übertrieben. Aber für die Kinder war es ein riesen Fortschritt, endlich wider was Eigenes. Ich sehe sie heute noch liegen auf de riesigen Matratze, die wussten gar nicht was anfangen mit soviel Schlafplatz.
Dann im Jahr 2002 habe ich 7 Wochen in dem Dorf gewohnt, in so einem 1 Raum Loch mit Toilette hinten dran. In der Zeit habe ich ein Haus bauen lassen, die Bilder davon habe ich ja schon mal online gestellt.
Bei diesen Aufenthalten habe ich natürlich ne Menge der Dorfbewohner kennen gelernt. Ich war auf auf Beerdigungen von Leuten welche ich nicht kannte oder anderen Partys wie Hochzeiten oder Buat Naag ( wenn junge Männer für 12 Wochen ins Wat – also Kloster gehen )
Auch habe ich eine besondere Beziehung zur örtlichen Schule ( der Direktor und seine Frau sind immer noch gute Bekannte von mir ),
Mein Nachbar erzählte mir damals, das die Schule Probleme mit dem Trinkwasser hat bzw. mit der Verabreichung. Die Kinder mussten aus dem großem Tank ihr Trinkwasser entnehmen, etwas umständlich und primitiv. So habe ich der Schule ein Kühlaggregat für Trinkwasser gekauft.
War ne richtig kleine Zeremonie die Übergabe mit Fotos und Urkunde smile….

Viele Kinder aus der Schule kenne ich nunmehr seit 7 Jahren, einige haben heute schon selber Kinder, manchmal auch einen Ehemann dazu

Man baut einfach auch eine Beziehung auf zu den Bewohnern wenn man sie häufiger sieht, ich war bei so vielen Familien zu Gast und kenne viele private Geschichten.
Da ich öfter in der Schule war um meine Kinder abzuholen, ist mir vor Jahren mal ein Mädchen aufgefallen. Sie war irgendwie weder hübsch und auch sah sie sehr unterernährt aus. Auffällig an ihr war ihr Kleidung, die Bluse und der Rock waren unzählige mal gewaschen und total ausgebleicht, aber immer akkurat gebügelt und sauber.
Dem Mädchen habe ich mal eine Garnitur Schulkleidung gekauft und auch ihre Namen und Klassenstufe einsticken lassen. Habe damals kaum verstanden das sie die Kleidung nicht anziehen wollte, man hatte fast den Eindruck das sie sich schämt plötzlich mit neuer leuchtender Kleidung herumzulaufen. Es ist schon schwierig Thai Denken zu verstehen. Na ja jedenfalls bei einem Schulfest hat sie aber ihre neuen Sachen doch angezogen, hat mich irgendwie gefreut.
Ich habe viele solche Dinge getan in dem Dorf, es gefällt mir einfach wenn ich anderen eine Freude machen kann.

Schon damals hatte ich das Gefühl wenn ich ins Dorf kam, das ich nach Hause komme.
Im März 2003 haben wir dann mein Haus dort auch eingeweiht, mit Mönchen natürlich und einer riesen Party anlässlich des 15. Geburtstags meiner Tochter.
Als ich nach Ende des Sonkhran im April 2003 wieder nach Deutschland geflogen bin, ist mir schon schwer gefallen.

Nun am 30. Juli war ich wieder da, geplant war eigentlich für IMMER

Vorbereitungen für eine neue Pflanzung begonnen

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Auf unserem Grundstück wurden die Vorbereitungen für eine neue Pflanzung begonnen.
Also sauber machen, Erde bestellen und den schwarzen Dünger.
Letztendlich natürlich auch die Plastiktüten wo als „ Pflanztöpfchen „ dienen.
Alles immer eine Frage ob Geld dafür da ist, immerhin kosten 10 kg dieser Tüten etwas mehr als
600 baht. Für einen Pattaya Kampftrinker sicher ein Witz, für Farang in der Provinz ( Thai natürlich auch ) ne Menge Geld.

Aber wir habens geschafft, in der ersten Jahreshälfte haben wir fast 40 000 Pflanzen gestopft und die meisten sind auch aufgegangen. Aber deshalb sind die Dinger noch lange nicht verkauft, also außer Vorkosten nichts gewesen. Damit wir auch was zu beißen haben, musste meine Frau und unserem „ Knecht „ für andere Leute arbeiten und am Abend die eigenen Pflanzen pflegen.
Es gab viele Tage das die beiden bis spät in die Nacht, 2-3 Uhr morgens im Garten hockten und an der Pflanzung arbeiteten. Also sage niemand, die Thai wären faul
Mit Beginn der Songkhran Tage wurden natürlich die Arbeitsaktivitäten etwas heruntergefahren.

An einem Tag bin ich mit meiner Frau auf Tour, erst waren wir bei dem einem Franzosen ( der mit dem Kleinkind ) na ja der pennte natürlich bald wieder, also langweilig.
Auf zum nächsten Franzosen, na ja kein Geld im Haus, auch nicht so berauschend. Ich habe paar Flaschen Bier geholt, die Frau kochte irgend so ein widerliches Tier ( will gar nicht wissen was das war lol… ) hatten die im Wald gefangen ….. Als die Thai das Gekochte gegessen hatten und ich mit dem Franzosen das Bier leer gesoffen gings weiter ….
zum Grundstück der Schwiegereltern und dem Großteil des Familien Clans meiner Frau.

Na dort war echte Stimmung, wie ich es eigentlich nur aus Thailand kenne. Die alte Musikanlage und Fernseher standen im Freien und es wurde lauthals Karaoke „ gebrüllt „

Die jüngeren Familien Mitglieder, meist heranwachsende Mädchen, rockten wie blöd vorm Haus, es war auf jeden Fall ausgelassene Stimmung. Es wurde natürlich reichlich Alkohol vertilgt. Jeder gab was er konnte, zum essen war natürlich auch da. Aber alles eben einfach und bescheiden, Thailand eben. Bis weit nach Mitternacht sind wir noch im Haus meiner Schwägerin gehockt, auf dem Boden natürlich und es wurde geplaudert und rumgealbert. Als dann so nach und nach kaum noch wer ganz klar bei Sinnen war, habe ich meine Frau aufs Moped geladen und ab gings nach Hause.
Das war einer der schönsten Tage des letztjährigen Songkhrans, der Nächste kommt bald und wie es aussieht wohl leider ohne mich … heul

mein Haus gepfändet

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Ich will niemanden ” foltern ” , im September erschien ein Bediensteter des zuständigen Provinz Gerichts und hat einen Beschluss erlassen, das mein Haus gepfändet ist und zur Versteigerung kommt.
Ich habe dafür mit allen Ausbauten und Grundstück über 1 Mio baht ausgegeben und die wollen es wegen einem Forderungswert von unter 70 000 baht versteigern. Ausnahmsweise habe ich erst gebrüllt nachdem dieser Gerichtsbeamte und was sonst noch da rumlungerte, wieder weg waren
Was war passiert ?

Nun meine Frau hatte vor über 10 Jahren einen Kredit von so einer Genossenschaft bekommen, damals noch zusammen mit ihrem buddhistisch angetrautem Thai Mann und eben dem Vater der 3 Kinder, wo ich des öfteren schon als meine Kinder erwähnt habe.

Dieser Mann ist ist im Grunde ein harmloser Volltrottel, sagte ich glaube schon mal  und mein bester Freund lach…
aber sonst zu nichts zu gebrauchen …

Weder er noch meine Frau haben die Schulden getilgt, ausser wohl einmal eine Rate von wenigen tausend baht, aber nach über 10 Jahren kamen ja nun Zinsen und Zinseszinsen hinzu, also war die Forderung bei über 60 000 angelangt plus Vollstreckungkosten und was weis ich.
Der grösste Trottel bin allerdings ich, denn vor Jahren und noch bevor wir das Haus haben bauen lassen und auch noch kein Land da hatten, hätte ich die 30k bezahlen können, ich habs nicht gemacht und nicht mehr drüber nachgedacht. Natürlich prompt in dem Moment wo ich mir öfter Gedanken machen musste, wie bezahle ich die Eier für den Reis von morgen , da kommen die geschissen.

Nun bei dem Thai Mann war nichts zu holen, der besitzt gar nichts, nicht mal ein Haus und mein/unser Haus gehört nun mal meiner Frau und somit ein gefundenes Fressen nicht nur für die Genossenschaft, auch für Leute wo sich schon ausgerechnet hatten wie sie billig daran kommen.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Lust auf Deutschland auch kein Verlangen und das meine Hütte so billig unter den Hammer kommt, das konnte ich nicht zulassen.

Ich habe mir bevor ich nach Thailand ging natürlich verschiedene Optionen offen gelassen und auch Gedanken gemacht, was ist wenn Du mal zurückmusst, aus welchen Gründen auch immer. Ein Teil meiner Optionen hatte sich in den Jahren allerdings zerschlagen oder waren nicht mehr up to date aber eines hatte ich noch. Meine eiserne Notreserve um mir im Ernstfall ein Tiket kaufen zu können um nach DE zu fliegen und dort so lange überleben bis eben das soziale Netzwerk mich auffängt.

Bei der Aussicht nun auch das Letzte was mir noch gehört in Thailand, auch noch zu verlieren und der Gedanke an Frau und Kinder, war für mich klar ich muss diese Pfändung aus der Welt schaffen.

Also habe ich meinen Thai Freund in Pattaya beauftragt über einen Anwalt in Sa Kaeo dem Gericht erklären zu lassen, das ich binnen einer Frist von 4 Wochen die Schuld bezahle und man möge die Pfändung so lange aussetzen. Das haben die auch gemacht und es klebte auch kein ” Beschluss ” am Haus oder Tor, wie sonst in Thailand üblich.

Dann habe ich meine s.g. Notreserve angefordert, ich hatte eine bescheidene private Rentenversicherung in Deutschland, diese ruhte und war ” rückkaufbar “, das kostet zwar ein bischen, aber letztendlich kamen 2 550,- Euronen in Thailand an. Das waren fast 130 000 baht, als genug um Schulden und Kosten und den Anwalt zu befriedigen.

Manchmal habe ich mich gefragt, hätte ich das machen sollen oder lieber verschwinden ? ..heute weis ich ich habe wohl das Richtige gemacht.

Nun Haus war gerettet und in den Ausbau der Pflanzen Zucht habe ich auch einiges investiert. Habe natürlich auch sonst alle Schulden ins Reine gebracht und Mitte Oktober konnten wir alle wieder ” erhobenen Hauptes ” durchs Dorf gehen 
Natürlich gabs auch ne rauschende Party im Freien, das sollte ruhig jeder mitbekommen, Farang ist nicht so schnell kleinzukriegen lol….
Es rankten sogar Gerüchte, über Summen wo ich aus Deutschland bekommen habe, die Phantasien gingen von 200 000 – 1 Mio baht lol…
ja so sind die Thai 
Auch konnte ich wieder Leute von meiner ” Freundesliste ” abhaken, die etwas vorschnell ihr wares Gesicht gezeigt hatten, hat eben alles seine Vorteile.

Wozu es aber wieder nicht gereicht hat, das ich mir ein Visum in Penang hole, wo ich doch so nen schönen, neuen Pass hatte Der hat trotzdem noch über ein Jahr ausgehalten lach…

Na ja, jedenfalls war das Jahr 2005 so langsam zu Ende und im Dezember habe ich mir/uns sogar eine ” auschweifendes ” Weihnachten und Silvester gegönnt.

Aber waren auch damit alle Probleme für die Zukunft gelöst ? 
Nun da meine Geschichte in Thailand spielt, muss ich wohl nichts weiter sagen.

thail. Eukalyptus was zum Geld verdienen

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Um das mal bisschen anschaulicher zu erläutern und damit sich Aussenstehende mal so eine thail. Eukalyptus „ Zucht „ vorstellen können, beschreibe ich mal die Monate Mai – September 2005 etwas ausführlicher.
Diese Baumpflanzen bestimmen in der Regenzeit aber auch in den Trockenmonaten immer mehr das Leben in der gesamten Gegend dort.

Diese Bäume wachsen rasend schnell und das Holz dient verschiedenen Zwecken, in erster Linie werden die dicken Stämme zur Papier Herstellung verwendet. Dünnere Stämme, also etwa dick wie ein männlicher Unterarm hat sicher jeder Thailand Besucher schon gesehen, in jedem mehrstöckigen Hausbau in Pattaya, Bangkok oder sonst wo in Thailand diesen sie als Stützen der einzelnen Etagen. Nach Fertigstellung des Baus werden sie verheizt, also besteht eine ständige Nachfrage von diesem Holz. Der Preis pro Tonne liegt etwa bei 1000 baht.
In den letzten beiden Jahren haben immer mehr Käufer aus dem Isaan unsere Gegend besucht und Pflanzen gekauft. Der Preis einer Jung pflanze wird bestimmt von Angebot und Nachfrage, also 0.5 bis 2 baht pro Pflanze.
Übrigens braucht so eine Pflanze maximal 5 Jahre, um eine Höhe von über 10 m zu erreichen und der untere Stamm hat dann einen Durchmesser von bis zu 40 cm.

In unserem Dorf und mittlerweile allen Nachbardörfern werden diese Setzlinge gezüchtet, das heißt man besorgt sich Samen von alten Bäumen, der wird getrocknet und gesiebt und halt in speziell auf bereitetem Boden zum keimen gebracht. Nach 4 – 6 Wochen sind die Pflänzchen groß genug um in „ Töpfchen „ gesteckt zu werden. Diese „ Töpfchen „ sind kleine Plastik Tüten mit Erde gefüllt.
Die Hauptarbeit besteht nun darin, tausende und abertausende solcher Tütchen ( Tuung ) erst mal zu füllen. In der Regel machen das Frauen und je nach Geschicklichkeit sind 3500 – 4000 Tütchen an einem Arbeitstag möglich. Die Bezahlung ist auch wieder abhängig von Angebot und Nachfrage, etwa 85 – 120 baht pro tausend Tütchen.
Jetzt könnte man denken das eine Frau ja in 7 Arbeitstagen ( in Thailand wird jeden Tag gearbeitet, ein Wochenende gibt es praktisch nicht für die Landbevölkerung ) ne Menge verdienen kann ? Nun es ist sehr selten, das jemand überhaupt 7 Tage nacheinander täglich durcharbeitet, das kann verschiedene Gründe haben, Regen, keine Tütchen da oder der Auftraggeber hat nicht bezahlt.

Die Hauptmisere das solcher „ Zucht-Plantagen „ ist immer wieder das leidige Geld. Oft werden die Pflanzen ab einer Größe von 25 – 30 cm zum Verkauf angeboten oder von Zwischenhändlern abgeholt. Die bezahlen aber meistens erst ( wenn überhaupt ) wenn der Käufer gefunden und bezahlt hat. Dann sind sich nicht alle Familien untereinander grün und jeder kocht sein Eigenes Süppchen
Also objektiv betrachtet ist das Ganze ziemlich chaotisch, na ja das ist eben Thailand.
Das optimale Geschäft ist immer noch, wenn der Käufer bis zum Erzeuger direkt kommt und nach Beladung seines Pick ups auch bar bezahlt. Mittlerweile tauchen auch immer mehr „ Großhändler „ aus dem Isaan auf. Die kommen teilweise mit abenteuerlichen, riesigen LKWs, der deutsche TÜV würde so etwas sofort aus dem Verkehr ziehen

Da passen dann schon mal 15 000 – 20 000 Pflanzen drauf, diese Menge hat natürlich kein einzelner „ Züchter „ vorrätig, also wird bei mehreren gekauft. Sicher in dem Falle gibt’s immer sofort Geld, aber eben weniger als im Direktverkauf smile… logisch ja auch.

In unserem Fall war es nun so, das meine Frau und ein paar Bekannte das Ganze selber betrieben haben. Ich habe die Tuung, also Tütchen gekauft und die Erde dafür. Auch wird zur Aufbereitung der nackten Erde ein spezieller „ Düngermix „ benötigt. Das Gelumpe ist schwarz ( wird ja gebrannt ) und staubt wie verrückt, juckt auch wie die Pest auf der Haut. Die Erde und der schwarz Dünger werden nun von Hand in langen Reihen ausgebreitet und die „ Tütenfüllerrin „ arbeitet das von vorne nach hinten ab. Auf meinem Grundstück hatte so eine Reihe etwa 10 000 Tütchen.
Aber es gehört noch mehr dazu, es müssen Mai Pai Pfähle ( also bambus ) aufgestellt werden und von dunkler ( meisst schwarzer oder grüner ) Flechtfolie überdeckt. Sonnenschutz für die Frauen darunter und auch später die Jungpflanzen.
Sind die Pflanzen mal eingesetzt werden Unmengen Wasser benötigt, wir haben zwar einen eigenen Brunnen, aber anfänglich keine Pumpe mehr. Ich besaß mal 3 davon, 2 waren kaputt und die Größte, wo auch mal die Schweine versorgt hat wurde geklaut.
Es gibt aber eine öffentliche Wasserversorgung im Ort, Kubikmeter Wasser kostet 5 baht.

Die ersten 4 – 6 Wochen reifen nun erst mal die Samen, in der Zeit werden eben schon mal die Töpfchen vorbereitet. Da meine Frau das nicht alleine schafft, müssen Hilfskräfte angeheuert werden und die wollen am Abend natürlich Geld.
Also hat man 2 – 2 ½ Monate eigentlich nur Kosten, dementsprechend „ bescheiden „ auch unsere Lebensführung. Wenn gar nix mehr ging, ist meine Frau zu anderen Leuten gegangen und hat dort paar tausend Tütchen gemacht damit wir was zum Essen hatten.

So ist das reale Leben in Thailand !

Ich hatte ja schon mal erwähnt, das ich hin und wieder beim Aufladen von Pflanzen geholfen habe.
War meiner Frau äußerst peinlich, das ihr Farang Mann für andere Thai in der brütenden Sonne oder bei strömenden Regen Pflanzen schleppt
Also mir persönlich hat das eher gut getan, habe mich ja sonst nicht sonderlich bewegt, geschweige irgendwie sportlich betätigt.

Nun so waren wir bis Ende September damit beschäftigt nur einige tausend Pflanzen zu produzieren und auch zu verkaufen. Allerdings aus Mangel an Geld und auch Arbeitskräften, die kamen auch nicht weil sie wussten wir haben kein Geld smile…. Auch die Tütchen sind nicht unbedingt billig,
5 Kg kosten 300 baht, das sind ungefähr. 7 000 Tüten.
Erde kosten etwa 15 Tonnen 1 000 baht und das schwarze Dünger Gelump kostet etwa eine Ladung für 20 000 Tüten auch min 800 baht.
Kosten für Wasser und Arbeitszeit und die Abdeckfolie natürlich auch noch. Also der Reingewinn pro verkaufte Pflanze bewegt sich im einstelligen Satang Bereich. Aber nur wenige Thai haben das wohl mal nachgerechnet smile….

Es ist allerdings so, wer dieses Geschäft mit großer Beharrlichkeit betreibt und auch das Geld wirklich zusammenhält, man kann durchaus davon leben und sich diverse Dinge wie gebrauchten Pick up usw. anschaffen von einer Jahresproduktion. Nur bringen das nur ganz wenige auf die Reihe, in der Zeit wo quasi damit nichts läuft, also Dezember und Januar, sind eigentlich alle schon wieder chronisch Pleite.

Aber es geht ja weiter lol…., im Moment wird dort schon vorgearbeitet, um spätestens mit Beginn der Regenzeit Pflanzen liefern zu können, ein paar ganz hartnäckige Bauern schaffen Wasser auf die Äcker und pflanzen jetzt schon.

Im September hat allerdings ein Ereignis aus der Vergangenheit meiner Frau erst mal für ziemlichen Schock und Verwirrung gesorgt und ich letztendlich dadurch einen riesen Fehler gemacht.